2017 Onkel Hubbi wird’s schon richten

Quellverweis: Südkurier 27.11.2017 von Cornelia Giebler

Viel Applaus für Geschichte um Onkel Hubbi

Die SC-Theatergruppe begeistert in Hoppetenzell das Publikum bei zwei ausverkauften Theateraufführungen

Gruppenbild Theatergruppe 2017 Onkel Hubbi wird's schon richten.
Von links sitzend: Michael v. Briel, Julia Borst, Sandra Rendle, Rebecca Jäger, Cilli Engst, Gisela Matt stehend: Ralf Zanner, Paul Engst, Torsten Grömminger, Frederik Engst, Norbert Herzog, Ann Sophie Ramsperger

Bereits drei Stunden Beginn des Vorverkaufs hatte es keine Karten mehr gegeben: Die Qualität der Aufführungen der Theatergruppe des SC Hoppetenzell ist bekannt und mit ihrem Regisseur Ralf Zanner haben die Hoppetenzeller einen Mann mit einem guten Gespür bei der Auswahl der Stücke und der Rollenbesetzung. Vor allem aber, und dies hob SC-Vorsitzender Jörg Herzog bei seinen Dankesworten am Ende der Vorstellung hervor, arbeitet er mit seinen Schauspielern penibel an Gesichtsausdruck, Gestik und Betonung. Und dieser Augenmerk aufs Detail lohnt sich. Begeisterter Szenenapplaus und impulsives Lachen und Kreischen bewiesen, dass die Gags gelungen waren. Das spielte auch das Stück eine Rolle: “Onkel Hubbi wird’s schon richten” von Beate Irmisch kommt ganz ohne Liebesverwicklungen und Personenverwechslungen aus. Es erzählt von einem Tag in der Wohnstube der Bäckerei Dinkelkorn, von 4 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags. Und in diesen 12 Stunden, die mit dem Eintreffen der schwer alkoholisierten Onkel Hubbi und seinem Neffen Stefan beginnen und dem Nichtheiratsantrag an Hubbis Sandkastenliebe Else enden, wird einiges auf- und durcheinandergewirbelt. Spektakulär war der Auftritt von Rebecca Jäger als berlinernde Geschäftsführerin der Bango-Bängo-Popobar, urkomisch Cilli Engst als graue Maus des Finanzamtes, polternd und tyrannisch Michael von Briel in der Rolle des cholerischen Bäckermeisters und der an seinem Chef und dem Ofen verzweifelnd Norbert Herzog als Bäckergeselle. Onkel Hubbi und Stefan (Frederik Engst und Torsten Grömminger) versuchen ihre Alkoholfahrt zu vertuschen, die im Vorgarten von Else (Julia Borst als penetrant-neugierige Nachbarin) endete. Verheimlichen wollen sie auch ihren Abstecher ins Rotlichtmileu und die wahre Identität der angeblichen Steuerprüferin. Und wer löst all dies auf? Nein, nicht Wachtmeister Ede! Der von Ralf Zanner herrlich verkörperte Polizist saß selber in der Bar. Frau Dinkelkorn, gespielt von Sandra Rendle, ist der ruhende Pol dieser chaotischen Familie und weiß auch diesen Sturm zu glätten.