2015 Die tolldreisten Brüder

Quellverweis: Südkurier 18.03.20015 von Cornelia Giebler

Tolldreiste Brüder auf der Bühne

Die Theatergruppe des SC Hoppetenzell beweist erneut ihr Können

Theaterstück: Die tolldreisten Brüder. Von links Frederik Engst, Sandra Rendle und Michael v.Briel
Theaterstück: Die tolldreisten Brüder. Von links Frederik Engst, Sandra Rendle und Michael v.Briel

Mit der Aufführung der Komödie „Tolldreiste Brüder“ von Beate Irmisch hat die Theatergruppe des SC Hoppetenzell erneut den Geschmack des Publikums getroffen. An zwei Abenden durften sich die Besucher herzlich amüsieren, kräftig lachen und das schauspielerische Talent der Akteure bewundern. „Die können toll spielen.“ Diesen Satz hörte man nicht nur einmal während der Aufführung in der zweimal ausverkauften Johanniterhalle. Die Geschichte ist zeitlos: geldgierige Verwandtschaft streitet sich ums Erbe. Gewinner sind am Ende jedoch zwei Landstreicher und eine Bankangestellte, wobei die Zukunft von „Wolle“ und „Kalle“ angesichts des zielstrebigen und berechnenden Auftretens von „Hanni von der Sparkasse“, gespielt von Sandra Brendle, vielleicht nicht rosig sein wird.
Aufführungen von Laientheatern erhalten ihren besonderen Reiz dadurch, dass Bekannte und Freunde in eine Rolle schlüpfen. Die Kunst des Regisseurs ist es, die Rollen passend zu vergeben. Ralf Zanner versteht dies bestens und so konnten seine acht Darsteller mit großer Spielfreude agieren. Frederik Engst und Michael v. Briel, die Landstreicher sind raffiniert, wenn es um die Beseitigung des „Kerls aus der Küche“ geht. Erben wollen Wilfriede und Götzi, Julia Borst und Christian Schreiber, sie zielstrebig, er seiner Frau scheinbar unterworfen, doch dem Publikum gegenüber sichtbar rebellisch. Ein ähnlich aufgestelltes Paar verkörperten Rebecca Engst, bewundernswert, wie sie ihren französischen Akzent durchhielt, und Norbert Herzog, dem das Getue seiner Frau gehörig auf die Nerven ging. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte von Cilli Engst. Als Dr. Geistreich hat sie einen Tick, der sie alle Sekunden überkommt. Doch sie kommt dem Geheimnis um die Ähnlichkeit von „Onkel Berti“, dem Verschiedenen, und Landstreicher „Kalle“ auf die Spur. SC-Vorsitzender Jörg Herzog dankte nach viel Applaus den Darstellern, Ralf Zanner (Regie), Gisela Matt (Maske) und Benjamin Engst (Souffleur) sowie dem Bewirtungsteam vom Musikverein.

Von links:
Stehend von links: Souffleur Benjamin Engst, Regiesseur Ralf Zanner, Christian Schreiber, Norbert Herzog, Rebecca Engst. Sitzend von links: Michael v.Briel, Frederik Engst, Sandra Rendle, Julia Borst, Cilli Engst und Maskenbildnerin Gisela Matt.