2009 Zwei Detektive und keiner blickt durch

Quellverweis: Südkurier März 2009 von Cornelia Giebler

Verdächtigungen im Haus Wäscher

Theatergruppe des Sportclubs Hoppetenzell füllt die Johanniterhalle zweimal

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Von links: Christian Schreiber, Michael v. Briel, Norbert Herzog, Elvira Zanner, Ralf Zanner und Stefanie Reiter.

Turbulenzen und Irritationen auf Hoppetenzells Theaterbühne: Familie Wäscher wird aufgrund gegenseitiger Verdächtigungen und seltsamer Gäste ganz schön durcheinander gewirbelt, es hagelt Ohrfeigen, bevor doch alles noch zu einem friedlichen Ende findet.
Zweimal war die Johanniterhalle ausverkauft, als die Theatergruppe des Sportclub Hoppetenzell das moderne Lustspiel „Zwei Detektive und keiner blickt durch“ spielte. Ortsvorsteher Paul Engst, der gemeinsam mit Gerold Grömminger Regie führte, dankte Heinz Reiter für das „ganz tolle Bühnenbild“ und der Firma Möbel Stumpp für einen Teil der Ausstattung. So wurde das Publikum in das Esszimmer der Familie Wäscher entführt, Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Christian Schreiber spielt den von Schwiegermutter und Frau sichtlichen genervten Familienvater, der einen dringenden Tatverdacht hat. Hier soll die Detektivin der Firma „Magnum“ (Elvira Zanner) helfen, die sogleich mit ihren Überwachungsmaßnahmen beginnt. Doch ausgerechnet die Schwiegermutter muss die beiden bei der Anbringung der Wanzen unterm Tisch entdecken. So nimmt das Geschehen seinen Verlauf. Oma Pfendner (Edith Engst) informiert die Tochter, die ebenfalls einen Detektiv, Alfons Columbo (Norbert Herzog) engagiert. Weitere Verwirrung stiften der homosexuelle Innenarchitekt Schlesinger, köstlich dargestellt von Ralf Zanner und der coole Jago Lässig, den Frederik Engst in seiner ersten Theaterrolle verkörpert.
Lässig handelt mit Ecstasy und durch ein Versehen nehmen Ehefrau Wäscher und Schlesinger die vermeintlichen Kopfschmerztabletten.
Sehr überzeugend gelang Cilli Engst die Verwandlung von der strengen Mutter zur fröhlichen und auf der Straße tanzenden Frau, die im Zimmer zwei konsternierte Kinder zurücklässst, die von den Verdächtigungen ebenfalls nicht unberührt bleiben. Stefanie Reiter als Babsi verliebt sich heftig in Lässig. Und Sohn Alex (Michael von Briel) wird Opfer seines wohlgestalteten Körpers, auf den Detektivin Magnum ein Auge geworfen hat.
Viel Gelächter und Szenenapplaus gab es vom Publikum für die Darsteller, die mit großer Spielfreude, Witz und Können ihre Rollen verkörperten. Unterstützt wurde die Theatergruppe von Gisela Matt, die für die Maske verantwortlich war und Souffleur Torsten Grömminger.

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Bildausschnitt oben von links: Stefanie Reiter, Edith Engst, Ralf Zanner Bildausschnitt untern von links: Cilli Engst, Michael von Briel und Frederik Engst.